Tierschutzverein Europa

Dia del Galgo 2021

Dia del Galgo

Der 1. Februar ist das offizielle Ende der Jagdsaison in Spanien und so ist dieser Tag für unzählige Galgos ein Schicksalstag. Um diesen wunderbaren Tieren eine Stimme zu geben, wurde für dieses Datum der Welt-Galgo-Tag #diadelgalgo ins Leben gerufen - ein Gedenktag für alle Galgos, die schon ihr Leben lassen mussten und noch müssen. Und ein wichtiger Tag, um mit einer gemeinsamen Stimme auf das Elend der Galgos hinzuweisen und darüber zu informieren!

Wir wollen nicht nur über die Galgos sprechen, sondern über das harte und oft sehr kurze Leben aller Jagdhunde in Spanien berichten. Denn das Schicksal der Galgos teilen auch die Podencos, Setter, Pointer und andere Hunde, die zur Sportjagd „benutzt“ werden. Sie werden wahllos vermehrt, wer kein Siegerpotenzial hat wird direkt entsorgt, die anderen zur Jagd und zu Rennen benutzt und wenn sie für ihre Besitzer keinen Nutzen mehr haben einfach entsorgt.

Das Jagen hat in ganz Spanien eine lange Tradition. Es wird als Sport betrachten und auch als Wettbewerb betrieben. Geld kann man beim Jagen selbst nicht verdienen, aber „Ruhm und Ehre“. Und wer einen Champion besitzt, hat hohes Ansehen. Natürlich kann man so einen wertvollen Hund auch stehlen und verkaufen. Die Karriere eines Champions ist kurz. Er muss jung sein, um Leistung zu bringen. Doch ein schlauer Galgo lernt schnell, den Weg des Hasen vorauszuschauen und wird irgendwann den kürzesten Weg wählen. Solch einen eigentlich klugen Hund, bezeichnen die Galgueros als „schmutzigen Galgo“. Er ist eine Schande. Es gibt grausame Methoden mit den Podencos und Galgos umgebracht werden, um die Ehre wiederherzustellen. Manche werden auch einfach auf die Straße gesetzt. Damit sie ihren Menschen nicht hinterherlaufen, werden sie oft vorher geschlagen. Deshalb ist es für Tierschützer auch so schwierig diese Hunde, die nur Schlechtes erfahren haben, zu sichern. Oder man sperrt sie ein und lässt sie einfach verhungern. Manche verschenken ihre Hunde an Menschen, bei denen klar ist, dass der Hund dort misshandelt werden wird. Oder der Hund wird er im Tierheim abgegeben. Aber auch das kann bedeuten, das er den Rest seines Lebens hier verbringen wird. Es gibt nur wenige gute Enden für einen Galgo oder Podenco.

In Spanien gibt es zwei Welten, die parallel nebeneinander existieren. Auf der einen Seite die Jäger, die immer neue Hunde in die Welt bringen, sich aber nicht dafür verantwortlich fühlen, sich bis ans Lebensende um sie kümmern. Auf der anderen Seite die Tierschützer in Spanien und ihre Helfer in der ganzen Welt, die versuchen, dem Elend Herr zu werden. Sie verbringen viele, viele Stunden damit, scheue, kranke und verletzte Tiere von den Straßen zu sichern. Sie holen Hunde aus den Perreras und kümmern sich darum, dass medizinisch versorgt werden. Sie füttern und beherbergen sie, bis sie vermittelt werden können und suchen ihnen ein richtiges zu Hause.

Es gibt noch sehr viel zu tun, bis dieses von den Jägern produzierte Leid ein Ende hat. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, schaut euch den Film „Yo Galgo“ an. Er kann mit deutschen Untertiteln für ein paar Euro runtergeladen oder gestreamt werden: https://www.moonleaks.org/yo-galgo-documentary/. Oder den älteren Film auf Youtube mit englischen Untertiteln: https://vimeo.com/74956745

Wir denken immer an euch, aber dieser Tag gehört euch ganz besonders: Carolina, Bijou, Brisa, Brosa, Tou, Mig, Pirata, Colorado, Baldomero, Lumi, Albin, Flay, Detroit, Romo, Canelo, Carlitos, Odin, Shena, Nino, Terra, Pirata, Aina, Murphy … ihr findet sie alle auf unserer Homepage. Sie alle warten darauf, dass ihr bisher trauriges Leben doch noch ein Happy End findet.




Bianca Kaiser (Sprachen: Deutsch, Englisch)
Handy: 0172 6284569
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